Exkursion 2011 - Tessin und Piemont

Zusammenfassung

Die Organisatoren Andrea Lamm, Thomas Hirsch, Lutz Müller und Peter Nilles führten die Gruppe des BDO bei der diesjährigen Exkursion in die Anbaugebiete Tessin, Gattinara, Ghemme, Colli Novaresi und Oltrepo Pavese.

Das Tessin mit ca. 1.000 ha Anbaufläche ist sehr stark zersplittert. Hauptrebsorte ist mit ca. 80 % der Merlot. Er wurde 1907 nach mehrjährigen positiven Anbauversuchen als alleinige Rebsorte empfohlen. Es werden daraus Rotweine vom Landwein bis zum internationalen Spitzengewächs erzeugt. In den letzen Jahren wurden neben klassischen Roséweinen auch vermehrt weißer Merlot nach Art Blanc de Noir gekeltert.

Besucht wurden die kleinen Familienbetriebe Daniel Huber und Barbara von der Crone Kopp Visini sowie die Großbetriebe Delea, Gialdi und Brivio und Vinattieri Ticinesi, die überwiegend Trauben zukaufen. Die Verkaufspreise im Tessin beginnen bei 12 Franken (CHF), das Gros liegt zw. 18 und 24 CHF. Premiumweine werden ab 40 Franken angeboten. Allerdings liegen auch die Produktionskosten zwischen 35.000 CHF (Ebene) und 45.000 CHF (Hang) bei einem durchschnittlichen Traubenertrag von 6 bis 8.000 kg/ha. Die Sekterzeugung macht etwa 10 % aus. Problematisch sind die großen Niederschlagsmengen hauptsächlich im Frühjahr und Herbst (17 - 1.800 mm pro Jahr). Starkregen während der Lese mit bis zu 100 mm/Tag erfordern den Einsatz von Vakuumverdampfer im Most. Der Absatz erfolgt meist innerhalb der Schweiz (Pro- Kopf-Verbrauch von 39 Liter in 2005). Der Export liegt bei unbedeutenden 5 %. [...]

 

Dies ist ein Artikel von Hubert Konrad als Auszug aus DER OENOLOGE 08/2011 - den restlichen Artikel finden Sie hier (Seite 2):

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