Bernhard Idler

Betriebsleiter Oenologie in der Württembergische Weingärtner-Zentralgenossenschaft, Bernhard Idler.

Wann haben Sie in Geisenheim abgeschlossen?

Ich habe von 1984 bis 1987 in Geisenheim studiertund mein Studium im Sommer 1987 abgeschlossen.


Was bedeutet die Studienzeit in Geisenheim für Sie?

Für meinen weiteren Lebensweg war die Zeit in Geisenheim in zwei Richtungen prägend: Die fundierte wissenschaftliche Ausbildung war die Basis um einen erfolgreichen Einstieg in die berufliche Praxis zu finden, zum anderen war Geisenheim der Ausgangspunkt für vielfältige berufliche und private Kontakte, welche bis heute Bestand haben und für den täglichen Berufsalltag von entscheidender Bedeutung sind.


In welchem Arbeitsfeld engagieren Sie sich derzeit?

Seit Januar 2008 bin ich als Betriebsleiter Oenologie bei der WZG (Württembergische Weingärtner-Zentralgenossenschaft) in Möglingen tätig. Als zentrale Schnittstelle zwischen Vorstand und Produktion/Keller beinhaltet die Tätigkeit vielfältige strategische, administrative und operative Aufgaben. Was ist in Ihrem Betrieb besonders/ anders als bei anderen. Die WZG ist eine der größten Genossenschaften in Deutschland. Entsprechend stellen die Dimensionen innerhalb der Betriebsabläufe eine besondere Herausforderung dar. Für vollabliefernde Genossenschaften bietet die WZG darüber hinaus einen umfangreichen Dienstleistungskatalog an. Beginnend bei der Ernteverarbeitung bis zur verkaufsfertigen Flasche werden alle Verarbeitungsstufen in unserem Haus durchgeführt. Gerade in diesem Geschäftsfeld ist äußerste Flexibilität bei der Vielzahl von individuellen Weinpartien gefordert.


Die Spezialitäten ihres Hauses?

Für die WZG als Zentralgenossenschaft des Anbaugebiets Württemberg stellen die Vinifizierung, der Ausbau und die Vermarktung des regionalen Rebsortensortiments im deutschen LEH die wichtigsten Aufgaben dar. Bei den Rotweinen haben Trollinger, Lemberger und Schwarzriesling in all ihren Variationen oberste Priorität. Bei den Weißweinen steht der Riesling an erster Stelle.


Ihre Vision für Ihr Haus und die Weinbranche?

Basierend auf meinen langjährigen Erfahrungen in einem VDP-Weingut, sehe ich die Weiterentwicklung der Weinqualität als primäres Ziel an. Übertragen auf die WZG, zusammen mitder Optimierung von Betriebsabläufen, sollte damit auch die existenzielle Sicherung der angeschlossenen württembergischen Weingärtnerbetriebe weiter verbessert werden können.


Ihre Empfehlung für die Studierenden?

Die Studenten müssen frühzeitig den Kontakt in die Praxis suchen und dabei aktiv auf das bestehende Netzwerk in Geisenheim zurückgreifen. Neben dem heute obligatorischen Auslandsaufenthalt bietet gerade das Praxissemester vielfältige Chancen für einen direkten Einstieg in das spätere Berufsleben. Die WZG pflegt sehr enge Kontakte zum BDO und der Forschungsanstalt und bietet verschiedene Praktikantenund Trainée-Stellen an.


Kontakt: Württembergische Weingärtner-Zentralgenossenschaft Bernhard Idler, Betriebsleiter Oenologie Raiffeisenstraße 2, 71696 Möglingen

Internet: www.wzg-weine.de

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